PING if you care! Heatmap

PING if you care! Erste Karte zeigt markierte Stellen der Brüsseler Radfahrenden

  • Brüsseler/innen markierten bereits 15.000 mal kritische Stellen in der Stadt
  • Erste Visualisierung der Datenerhebung in Heatmap verfügbar
  • Pilotprojekt PING if you care! für VCÖ-Mobilitätspreis nominiert

Graz, am 26. Juli 2017. Die Motivation der Teilnehmenden an der Fahrradkampagne PING if you care! von Bike Citizens und Mobiel 21 in Brüssel ist auch nach 6 Wochen Laufzeit ungebremst. Der PING Button ermöglicht eine niederschwellige Kommunikation mit der Stadtverwaltung.

15.000 mal drückten die Teilnehmenden der PING if you care! Radfahrkampagne bereits den PING Button, um die Brüssler Stadtverwaltung auf kritische Stellen und Situationen aufmerksam zu machen. Auch Straßenverkehrssituationen, die sonst in keiner Statistik berücksichtigt werden, wie z. B. Missachten des Vorrangs, werden dabei erfasst. Aus diesen ersten Daten erstellte Bike Citizens nun eine PING Heatmap (Übersichtskarte).

PING Heatmap – gefahrene Wege und gepingte Stellen

Die Heatmap visualisiert die mit dem Rad zurückgelegten Wege sowie die Stellen in der Stadt an denen „gepingt“, also der PING Button, gedrückt wurde. Wo am meisten Rad gefahren wird, zeigen die Helligkeit und Dichte der Linien. Je größer der jeweilige Kreis, desto mehr PINGs wurden an diesem Punkt abgegeben.

Die Anzahl der PINGs trifft noch keine Aussage über das Gefahrenpotential der entsprechenden Stelle, engültig ausgewertet wird erst nach Abschluss der Datenerhebung im November. Seit dem Kampagnenstart am 31. Mai 2017 wurden bereits mehr als 6.000 Wege, die mit dem Rad zurückgelegt wurden, getrackt und mehr als 15.000 PINGs hochgeladen. Obwohl noch 3 Monate gepingt werden kann, vermittelt die Heatmap schon jetzt einen ersten Eindruck, wo Anpassungen in der Stadt einen positiven Effekt für viele Radfahrende haben könnten. Eine Weiterleitung der PINGs, für die kurzfristige Maßnahmen möglich sind, an die Stadt Brüssel erfolgt laufend. Die Analyse der finalen Daten und Interpretationen aller gepingten Stellen werden im November 2017 vorgenommen. Die PINGs werden dabei mit den hochgeladenen Tracks, Kommentaren und weiteren Daten zum Radverkehr in Korrelation gesetzt. In weiterer Folge ergehen Handlungsempfehlungen an das Cabinet Debaets der Stadt Brüssel, das die Kampagne auch zur Gänze finanziert. Damit wird sicher gestellt, dass die Beiträge der Menschen berücksichtigt werden und nicht auf zahlreichen Melde-Plattformen im Netz unbearbeitet liegen bleiben.

Internationale Kooperation, die wirkt

Das internationale Projektteam bekam bisher viel positive Resonanz zu PING if you care! Auch für andere Städte gilt es als Vorzeigeprojekt, weil Informationen schnell und einfach bei gleichzeitiger Kategorisierung direkt übermittelt werden können. Erst kürzlich wurde Bike Citizens für das Projekt für den VCÖ-Mobilitätspreis im der Kategorie „Digitalisierung und webbasierte Mobilitätslösungen“ nominiert. Im nächsten Schritt soll PING if you care! auch in weiteren Städte sowie für andere Verkehrsarten der sanften Mobililtät (zu Fuß gehen, öffentlicher Verkehr) umgesetzt werden.

Weiterführende Informationen zu PING if you care!

Pressemitteilung vom 21. Juni 2017
PING if you care! Kampagnen-Website
Urban Independence Magazin Artikel
Twitter:    #pingifyoucare
Facebook:    Ping if your care (@pingifyoucare)

Über Bike Citizens

Bike Citizens wurde 2011 von den Fahrradboten Daniel Kofler und Andreas Stückl in Graz gegründet. Das Unternehmen beschäftigt bereits mehr als 35 Mitarbeiter/innen in Graz und Berlin. Ziel von Bike Citizens ist es, das Radfahren in Städten attraktiver zu machen und in weiterer Folge zu einer Verbesserung der urbanen Lebensqualität beizutragen. Dafür entwickelt Bike Citizens eigene Produkte und bietet urbanen radfahrenden Menschen eine Plattform für Information und Austausch. Mit Städten, Unternehmen und Organisationen arbeitet Bike Citizens an Softwarelösungen sowie Kommunikations- und Marketingkonzepte zur Förderung des Radverkehrs.

Über Mobiel 21

Mobiel 21 ist eine private, gemeinnützige Organisation für nachhaltige Mobilität. Mobiel 21 inspiriert und motiviert Menschen, Organisationen und Regierungen ihre Mobilität und Transportgewohnheiten zu überdenken. Dies geschieht durch Schärfung des Bewusstseins und der Förderung von Verhaltensänderungen durch Forschung, Information, Aufklärung und soziale Aktionen. Eine nachhaltige Mobilität bedeutet für sie, die Balance zwischen sozialen, ökologischen, gesundheitlichen und ökonomischen Aspekten zu halten. Ihre Mission ist, eine Umgebung mitzugestalten, die auf umweltfreundliche und sichere Weise zugänglich und lebenswert ist. Mobiel 21 und ihre Partner sind sich der Konsequenzen ihres Verhaltens bewusst und setzen entsprechende Taten.

Pressekontakt

Bike Citizens
Simone Feigl
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