Das urbane Fahrradmagazin

Ohne Fahrrad geht nicht viel

Studentin und Tutorin Marlene (23) über ihre Eindrücke und Ideen als Radfahrerin in Graz.

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Geboren und aufgewachsen in der Steiermark, wohnhaft in Graz und als Konferenzdolmetsch-Studentin zwischen Sprachen, Texten und Worten zuhause. In Studium und Beruf bin ich sprachliche Bastlerin aus Leidenschaft. In meiner Freizeit bin ich liebend gerne auf Reisen und baue meinen sprachlichen Werkzeugkasten aus.
Image © Edith Hölz

Marlene, du bevorzugst das Rad als Verkehrsmittel. Warum?

Auf dem Rad ist man schnell und kostengünstig unterwegs. Außerdem tut es mir gut, wenn ich zum Beispiel nach der Uni ein bisschen Bewegung habe. Dadurch spare ich mir das Fitness-Center – und es macht mir Spaß.

Und was magst du am Radfahren am meisten?

Am Radfahren in der Stadt gefällt mir am besten, dass ich dadurch rasch von A nach B gelange. Ohne Wartezeiten – im Gegensatz zu Öffi-Verbindungen. Mit dem Rad muss ich nicht nachdenken, in wie vielen Minuten die Bim kommt. Ich fahre einfach los. Und das Radfahren zuhause (ich komm ja eigentlich vom Land) ist halt ein toller Ausgleich. Vor allem im Sommer, wenn ich zum See fahren möchte, oder den Fluss entlang.

Wenn du es dir aussuchen könntest, in welcher Stadt würdest du gerne mal Fahrradfahren?

Hmm….vielleicht irgendwo in Island. Island stell ich mir toll vor. Wo ich mich als Radfahrerin aber sicher nicht wohlfühlen würde: In Los Angeles oder Barcelona. LA ist nichts für Radfahrer, die ihr Ziel gerne unter 3 Stunden erreichen wollen. Die Strandpromenade in Santa Monica wär das einzige, was mir dort als Radweg gefallen würde (lacht).

Wo wir grad übers Gefallen sprechen: Geiler Mensch auf noch geilerem Rad – wem schaust du nach?

Ha, das ist mal eine Frage! Naja. In so einem Fall schaue ich eher dem Menschen nach als dem Rad. Mein eigenes Rad ist eher ein Funktionsgerät, eine ältere Klepperkiste. Die Optik ist mir dabei nicht wichtig – Hauptsache, es funktioniert alles. Das sieht man ja eh gut am Foto, ich mit meiner neonpinken Rostschüssel (lacht). Ist vielleicht nicht das neueste und modernste Modell, wurde aber überprüft und kontrolliert, und fährt einwandfrei.

Wenn ich kein Fahrrad hätte, dann …?

…dann müsste ich mir auf schnellstem Wege eines besorgen! Denn ohne Fahrrad würd‘ ich im Verkehr ziemlich alt ausschauen, besonders bei längeren Routen. Oder auch, wenn man mal in entlegene Gebiete fahren muss.

Was denkst du: Welche Anreize könnten für Radfahrer geschaffen werden?

Ich finde, in Graz schaut die Situation eh recht gut aus. Radfahrstreifen und sichere Radwege sind vorhanden. Natürlich könnte das alles noch ausgebaut werden.
Und was echt toll wäre: Wenn es die Möglichkeit für Studierende gäbe, 1-2 Mal im Jahr irgendwo ein Gratis-Service machen zu lassen. Das würde bestimmt in Zukunft mehr Menschen zum Radfahren bewegen.

Stichwort Zukunft: Welche nützliche Erfindung fürs Fahrrad fehlt deiner Meinung nach noch?

Das Rad ist eigentlich ein perfektes Fortbewegungsmittel. Was aber in entfernter Zukunft echt cool wäre: Ein im Lenker eingebautes Dach. Bei Regen könnte man quasi per Knopfdruck das Dach rauskommen lassen. Wie bei einem Cabrio. Wer wie ich länger in Irland gelebt hat, der weiß: erstens muss man dort links fahren, zweitens ist man nie vor Regen sicher. Dort wär es eine Marktlücke. Aber in Österreich auch.
Und ich würde es echt super finden, wenn es einmal selbstaufpumpende Fahrradschläuche gäbe. Fahrräder, die diese Arbeit alleine machen.

Foto © Edith Hölz

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Geboren und aufgewachsen in der Steiermark, wohnhaft in Graz und als Konferenzdolmetsch-Studentin zwischen Sprachen, Texten und Worten zuhause. In Studium und Beruf bin ich sprachliche Bastlerin aus Leidenschaft. In meiner Freizeit bin ich liebend gerne auf Reisen und baue meinen sprachlichen Werkzeugkasten aus.

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