Das urbane Fahrradmagazin

Magyar Kerékpárosklub, oder: Hungarian Cyclists Club – Jeder Fahrrad-Kilometer zählt

Unter dem Motto „fahrradfreundliche Zukunft“ setzt sich der Magyar Kerékpárosklub, oder auch bekannt als Hungarian Cyclists‘ Club (HCC) schon seit Mitte der 2000er mit verschiedensten Kampagnen und Events aktiv und erfolgreich für das Radfahren in den urbanen Zentren Ungarns ein. Ziel des Hungarian Cyclists‘ Club ist es, die Menschen zum Nachdenken anzuregen und sie zum Radfahren zu motivieren. Ein gutes Beispiel hierfür: Die Bike2Work-Kampagne, die im Mai 2019 wieder gestartet ist.

Christine
Christine Frankl lives half of the week in Graz and the other half of the week in the beautiful southeast styria. Because of her country bumpkin ambitions she really loves to go on a scouting expedition with her bike, when she is in Graz. She works as an intern due to her study "Health management in tourism" at the FH Joanneum at Bad Gleichenberg in the Marketing & Communications Department at Bike Citizens.
Ganz Ungarn fährt jetzt mit dem Rad zur Arbeit © Koen van Engelen

Die Vision des Hungarian Cyclists‘ Club ist so eindeutig, wie klar: Es ist einfach und schnell, mit dem Rad zu fahren. Radfahren macht Spaß und ist gesund! Das müssen einfach alle wissen. Das Ziel des HCC ist damit gesteckt: Budapest soll bis 2030 einen Fahrradanteil von 10 Prozent erreichen.

Der Hungarian Cyclists‘ Club setzt sich für mehr als 30 Änderungen an der ungarischen Verkehrsgesetzgebung ein. Die vier wichtigsten sind dabei:

  • die Einführung von “Fahrradstraßen”  (Bike Priority Streets)
  • eine obligatorische Mindestentfernung der vorbeifahrenden KFZ, diese betrifft 1 Meter in bewohntem Gebiet und 1,5 Meter an jedem anderen Ort
  • die Einführung des Schutzes ungeschützter bzw. gefährdeter Verkehrsteilnehmer
  • sowie die Aufhebung der obligatorischen Nutzung eines Radweges, sofern vorhanden, wenn erin schlechtem Zustand ist oder gefährlich sein könnte
Bike Citizens Fahrrad Fahren App BAM Work HCC

“Radfahren ist nicht auf junge und fitte Männer beschränkt.” sagt Áron Halász vom HCC. Foto © Marion Luttenberger / Bike Citizens

 

“Das Fahrrad ist eine großartige Transportmöglichkeit für alle, egal ob Mann oder Frau, Kinder oder ältere Menschen, arm oder reich.”
ÁRON HALÁSZ, HCC

Zusammenarbeit, Überzeugungsarbeit: “Fahr’ Rad!” 
Der HCC will die Ungarinnen und Ungarn mit positiven Kampagnen vom Fahrradfahren überzeugen. „Oft fehlt die positive Wahrnehmung des Radfahrens. Radfahren ist nicht auf junge und fitte Männer beschränkt. Das Fahrrad ist eine großartige Transportmöglichkeit für alle, egal ob Mann oder Frau, Kinder oder ältere Menschen, arm oder reich.“, so Áron Halász vom Hungarian Cyclists‘ Club.

„Fahr‘ Rad!“ Dieser Satz ist die einfache und vor allem machbare Antwort auf viele Herausforderungen unserer Zeit – natürlich auch in Ungarn: Stau, Klimawandel, Gesundheitsprobleme und vieles mehr.

Der Hungarian Cyclists‘ Club hat es geschafft, staatliche Mittel, vor allem vom Ministerium für Innovation und Technologie, für die ungarische Bike2Work-Kampagne (Bringázz a munkába!, kurz Bam!) zu erhalten. Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Interessensgruppen funktionieren kann: Regierung, Zivilgesellschaft, Einzelpersonen und Unternehmen arbeiten gemeinsam am Wandel für eine fahrradfreundliche Zukunft.

HCC Bike Work Rad Arbeit Pendeln

Sattel’ und schmück’ dein Lieblingsrad und radel mit 6.000 anderen Menschen zur Arbeit © Daniel von Appen

 

Im Jahr 2018 wurde Bam! als App-basierte Version neu gestartet und erreichte auf Anhieb 6.000 Menschen, die gemeinsam mehr als 600.000 km auf dem Rad zurücklegten.

Bringázz a munkába! Radelt zur Arbeit!
Eine Umfrage aus dem vergangenen Jahr (2018) zeigte, dass es in Ungarn großes Interesse am Radfahren gibt und viele Menschen dem Thema „Fahrrad“ offen gegenüber stehen. Zugleich kursiert jede Menge Irrglaube darüber. Darum steckt der HCC auch viel Energie und Arbeit in positive Aufklärungskampagnen rund ums Radfahren. Zum Einen sollen die Kampagnen eine bessere Infrastruktur schaffen. Zum Anderen geht es darum, die Art und Weise, wie die Gesellschaft das Radfahren sieht, zu ändern. Mit positiven Aufklärungskampagnen, wie Bringázz a munkába! wird versucht, das Radfahren durch etablierte Tools zu fördern.

Durch Bringázz a munkába! mobilisiert der Hungarian Cyclists‘s Club tausende Berufspendelnde. Das langfristige Ziel ist, die Menschen raus aus dem Auto und rauf aufs Rad zu bekommen. Denn: Alte Mobilitäts-Routinen sind nur durch neue Mobilitäts-Gewohnheiten zu durchbrechen!

 

Alte Mobilitäts-Routinen sind nur
durch neue Mobilitäts-Gewohnheiten zu durchbrechen. Also: Raus aus dem Auto und rauf aufs Rad!

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Entdecke deine Stadt ganz neu und tausch’ den Autositz gegen den Radsattel © Thomas Gamstätter

Die Bam!-Kampagne startete im Jahr 2007 mit 2.000 Menschen, die zur Arbeit radelten. In den darauf folgenden Jahren wurden es stetig mehr. Trotz des großen Erfolgs wurde die Kampagne zwischen 2015 und 2017 still gelegt.

Erst im Jahr 2018 wurde Bam! als rein App-basierte Version neu gestartet und erreichte auf Anhieb 6.000 Menschen, die gemeinsam mehr als 600.000 km auf dem Rad zurücklegten. Und in diesem Jahr geht es weiter. Tolle Preise, wie zum Beispiel verschiedene Fahrräder,sind mitunter ein Anreiz, um an der Bam!-Kampagne teilzunehmen.

Zeitraum
6. – 31. Mai 2019 für Frühling
9. – 22. September 2019 für Herbst

Teilnahmeberechtigt
Jeder und jede auf dem Fahrrad!

Website
www.bam.hu 
https://bringazzamunkaba.hu 

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www.bam.hu

Christine
Christine Frankl lives half of the week in Graz and the other half of the week in the beautiful southeast styria. Because of her country bumpkin ambitions she really loves to go on a scouting expedition with her bike, when she is in Graz. She works as an intern due to her study "Health management in tourism" at the FH Joanneum at Bad Gleichenberg in the Marketing & Communications Department at Bike Citizens.

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