Das urbane Fahrradmagazin

“Radfahren ist gut fürs Karma”

Maria ist eine passionierte Radfahrerin und Mountainbike-Guide bei Bikefex. Sie steht auf stylische Stadträder, überquert im Urlaub die Alpen mit dem Mountainbike und träumt von Fahrrad-Highways.

TanjaHaiden_square
Sportskanone und Adrenalinjunkie und wie sie selbst sagt, bestens ausgestattet mit einem positiven Glückskind-Syndrom. Neben zahlreichen sportlichen Aktivitäten locken sie vor allem kreative Arbeiten. Im Job tobt sie sich deshalb mit Leidenschaft im Bereich Marketing und Kommunikation aus.
Foto © Bikefex von Rene Sendlhofer-Schag

Welche Bedeutung hat das Fahrrad für dich?
Fahrradfahren ist für mich einerseits Mittel zum Zweck, um in der Stadt oder sonst wo von A nach B zu kommen und andererseits Selbstzweck in der Freizeit beim Mountainbiken. Biken ist 1. gut für die eigene Gesundheit, 2. gut für die Umwelt und 3. gut fürs Karma!

Was magst du am Radfahren am meisten?
Das Runterfahren.

Wenn ich kein Fahrrad hätte, dann …?
müsste ich mir ganz dringend eines kaufen. Ein Fahrrad besorgen war eines der ersten Dinge, die ich bei meinem Erasmusaufenthalt in Spanien erledigt habe. Das kam gleich nach Zimmer beziehen und auf der Uni anmelden.

Mit dem Fahrrad bin ich schneller als…?
… alles andere in der Stadt. Nur Superman ist schneller.

Wie viele Räder hast du?
Aktuell vier: ein Puch Damenrad als Kurzstreckeneinkaufsstadtrad, ein altes Hardtail als Langstreckenstadtrad und zwei Enduros für den Spaß

Wie oft fährst du Rad und wie viele km im Durchschnitt?
Werktags fahre ich täglich etwa 6 km, dazu kommen so einige Wochenend-Kilometer beim Mountainbiken.

Was war die weiteste Fahrt, die du mit dem Rad zurückgelegt hast?
Im Urlaub bin ich beispielsweise auf der Straße von Villach nach Piran oder die Transalp-Strecke mit dem Mountainbike gefahren.

Wie ist die Radinfrastruktur in deiner Stadt?
Prinzipiell finde ich die Radinfrastruktur in Graz gut aber noch ausbaufähig. Bei heiklen Verkehrspunkten sind die Radwege oft unterbrochen bzw. sind gemischte Geh-Radwege in meinen Augen eine Katastrophe. Fußgänger und Radfahrer gehören aus meiner Sicht getrennt. Es wäre in Graz sicher auch noch mehr Bedarf an überdachten Abstellplätzen, wo man sein Rad anketten kann, und wo auch Lastenräder oder Räder mit Anhängern, Körberln, etc. Platz haben. Service Points mit Luftpumpe, Schlauchautomat und Werkzeug, sind auch Weltklasse, der bei der Alten Technik hat mir schon öfter aus der Patsche geholfen. Davon sollte es mehr in ganz Graz geben.

Was hältst du von bike sharing?
Das ist super! Ich hatte in Sevilla auch eine Jahreskarte für ‘sevici’, beim Stadtbummel oder Ausgehen war das Leihrad viel praktischer als das eigene Rad. An einem Rand der Innenstadt habe ich bei einer Station das Leihrad abgegeben und wenn mir danach war, bei einer anderen Station wieder ein Rad geholt. Besucher und Touristen konnten sich auch eine Wochenkarte nehmen. Ich hab damals sogar meinen Freund mit dem Rad vom Flughafenbus abgeholt und wir haben das ganze Sightseeing mit den Rädern erledigt.

Geiler Mensch auf noch geilerem Rad – wem schaust du nach?
Ich schau meist nur aufs Rad, bis ich den Menschen anschauen könnte, ist er schon wieder vorbei. Magisch anziehen tun mich entweder stylische Stadträder oder der Federweg.

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus?
In meinem „Bikeutopia“ gibt es Fahrrad-Highways – ausschließlich für Radfahrer, versteht sich – auf denen man „schnurstracks“ von einem Stadtende zum anderen düsen kann. Und es gibt keinen Fahrraddiebstahl.

Was ist nötig, um mehr Menschen fürs Fahrrad zu begeistern?
Ich glaube es wäre nötig, Unternehmen dazu zu bringen, auch unterstützend einzugreifen – z.b. in dem sie Duschmöglichkeiten zur Verfügung stellen, Belohnungssysteme für bestimmte Kilometerleistungen einführen oder ähnliches. Die Firmen bekommen im Gegenzug dafür gesündere Mitarbeiter und Parkplätze für Autos sind doch eh überall Mangelware.

Foto © Bikefex von Rene Sendlhofer-Schag

Entdecke die Welt von Bike Citizens > www.bikecitizens.net

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Sportskanone und Adrenalinjunkie und wie sie selbst sagt, bestens ausgestattet mit einem positiven Glückskind-Syndrom. Neben zahlreichen sportlichen Aktivitäten locken sie vor allem kreative Arbeiten. Im Job tobt sie sich deshalb mit Leidenschaft im Bereich Marketing und Kommunikation aus.

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