Das urbane Fahrradmagazin

Fahrradfahren ist mein Lebenselixier

Seine 12 Fahrräder sind für Peter (49) nicht nur Sportgeräte sondern teilweise tägliche Begleiter am Weg zur Arbeit. Schlechtes Wetter und fade Ausreden gibt es keine. Mittlerweile fährt Peter seit 23 Jahren jeden Tag mit dem Fahrrad in die Grazer Innenstadt, wo er bei der Fahrradwerkstatt Vychodil arbeitet und sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Pro Woche fährt Peter inklusive Trainingseinheiten etwa 400 bis 500 Kilometer mit dem Rad. Ein Leben ohne Fahrrad gibt es für ihn nicht mehr.

TanjaHaiden_square
Sportskanone und Adrenalinjunkie und wie sie selbst sagt, bestens ausgestattet mit einem positiven Glückskind-Syndrom. Neben zahlreichen sportlichen Aktivitäten locken sie vor allem kreative Arbeiten. Im Job tobt sie sich deshalb mit Leidenschaft im Bereich Marketing und Kommunikation aus.
Foto: Kerstin Oschabnig

Persönliche Bedeutung des Fahrrads:
Mein Fahrrad ist mein täglicher Begleiter, denn mit einem Rad kannst du alles machen und du erlebst viel mehr als im Auto oder mit sonstigen Verkehrsmitteln. Am Rad nehme ich meine Umgebung viel besser und bewusster wahr. Fahrradfahren ist für mich Lifestyle, eine Community und ein ganz besonderes Lebensgefühl. Auf den Punkt gebracht ist Fahrradfahren mein Lebenselixier.

Wenn ich kein Fahrrad hätte, dann …?
Mein Fahrrad kann ich nicht mehr wegdenken. Radfahren kann ich, egal wie alt ich bin. Es gibt kaum eine andere Sportart, die du so lange auf hohem Niveau betreiben kannst, um körperlich fit zu bleiben.

Mit dem Fahrrad bin ich schneller als…?
…alles andere! Keine mühsame Parkplatzplatzsuche, kein Schritttempo im Stau, mit dem Rad bin ich ständig in Bewegung und tue mir und der Umwelt was Gutes! Wenn ich mit meinem Bike in die Firma fahre, bin ich immer frisch und munter.

Wie viele Räder hast du?
Derzeit habe ich 12 Fahrräder. In meinem Leben hatte ich bisher ungefähr 30 Räder und getestet habe ich sicher schon mehrere hundert Bikes.

Wie oft fährst du Rad und wie viele Kilometer im Durchschnitt?
Meine Trainingsstrecken sind immer unterschiedlich, aber ich sitze täglich am Rad. Pro Woche fahre ich insgesamt ca. 400 bis 500 Kilometer.

Was war die weiteste Fahrt, die du mit dem Rad zurückgelegt hast?
300 Tageskilometer im Trainingslager in Italien. Am besten ist das Glücksgefühl wenn du am Berg oben ankommst. Am meisten Spaß macht mir das gemeinsame Radfahren. Diese Glücksgefühle potenzieren sich, wenn du die Leidenschaft teilen kannst.

Krebs Peter Rennradtour Kroatien.

Krebs Peter bei einer Ausfahrt in Italien. Foto: Krebs Peter

Wie findest du die Radinfrastruktur in deiner Stadt?
Eigentlich schlecht. Der Radfahrer wird in Graz in vielen Bereichen vernachlässigt. Beispiele sind der Radweg beim Augarten oder der Murradweg. Besonders im Frühling/Sommer sind beide stark frequentiert durch Roller-Skater und Fußgänger und mit dem Rad nur schwer befahrbar. Das Problem ist, dass ein spezieller Radweg fehlt und es nur gemeinsame Geh- und Radwege gibt.

Warum sollten mehr Menschen auf das Rad umsteigen?
Gesundheitsbedingt: Radfahren kann man bis ins hohe Alter! Und weil Radfahren die Umwelt schont und Kosten spart.

Was hälst du von Bike-Sharing?
Prinzipiell finde ich die Idee gut, aber man müsste die Fahrräder mit GPS ausstatten, um sie wieder zu finden. In Graz hätte ich persönlich aufgrund der zahlreichen Rad-Diebstähle Bedenken und würde es eher nicht nutzen.

Deine Nachricht an andere Verkehrsteilnehmer:
Mehr Toleranz, mehr Disziplin, mehr Aufmerksamkeit! Meine Devise lautet immer: Mitschauen, mitdenken und vorausschauen, vor allem in der Stadt!

Fescher Mensch auf noch fescherem Rad – wem schaust du nach?
Dem Rad 😉 Wenn es noch besser als meines ist!

TanjaHaiden_square
Sportskanone und Adrenalinjunkie und wie sie selbst sagt, bestens ausgestattet mit einem positiven Glückskind-Syndrom. Neben zahlreichen sportlichen Aktivitäten locken sie vor allem kreative Arbeiten. Im Job tobt sie sich deshalb mit Leidenschaft im Bereich Marketing und Kommunikation aus.

Kommentar schreiben

Interessiert dich das Magazin?
Jetzt schmökern