Das urbane Fahrradmagazin

Fahrrad-Startup: Upperbike

Eine Verleih-Plattform, auf der jeder Räder mieten und vermieten kann. Oder kurz: Airbnb für Fahrräder. Das ist Upperbike.

christoph_(c)_alex_rauch_square
Dicke Walzen, schmale Reifen, bergauf, bergab - ist für alles zu begeistern, nur flach darf es nicht sein. Unbekehrbarer Fahrrad-Afficionado für den das Bike mehr ist als nur Mittel zum Zweck. Schreibt nieder, was andere nicht in Worte fassen können. Einer der Köpfe vom LINES Magazine.

Wie so oft bei großartigen Ideen, ist das Konzept von Upperbike total simpel. Das Startup aus Berlin stellt Nutzern eine Online-Plattform zur Verfügung, auf der sie ihre Räder vermieten oder andere Räder mieten können. Airbnb für Fahrräder also. Klingt einfach. Klingt toll. War höchste Zeit, dass es jemand umsetzt.

Das passende Rad

Entstanden ist Upperbike im Kopf von Felix Möller letztes Jahr. Als Fahrradexperte bezeichnet er sich nicht, als Alltagsradler umso mehr. Die Motivation zu Upperbike entsprang reinem Eigeninteresse. „Ich wollte für einen Ausflug mal ein anderes Rad oder ein Transportrad für größere Erledigungen“, erklärt der Online-Unternehmer und heutige Geschäftsführer des Startups. Teilen statt besitzen, so der Gedanke hinter der Plattform. Man muss nicht dutzende Räder im Kellerabteil stehen haben, sondern einfach das zum Anlass passende Rad mieten.

Zuerst Berlin, dann ganz Deutschland

Kürzlich hat Upperbike die 100 Fahrräder-Marke geknackt. Tendenz: stark steigend. Knapp über 200 Nutzer sind registriert, der Großteil in der Gründungsstadt von Upperbike: Berlin. Ziel des fünfköpfigen Teams ist es die Plattform flächendeckend in Deutschlands urbanen Zentren auszubauen. Wer auf der Suche nach einem Leihrad ist, kann aktuell aus mehreren Angeboten in Berlin, Hamburg und Wien wählen.

So funktioniert Upperbike

Wer im Internet unterwegs ist, dem wird das System von Upperbike schnell vertraut sein. Nach einer kostenlosen Registrierung werden Mieter und Vermieter per Nutzerprofil einander vorgestellt. Den Preis legt der Vermieter selbst fest – zwischen 5 und 25 Euro pro Tag sind üblich. Eine Kaution hinterlegt der Mieter als Sicherheit. Wenn der Verleih klappt, gehen 20 % vom Umsatz als Provision an Upperbike. Für den einwandfreien Zustand (und Versicherung, wenn nötig) ist der Vermieter verantwortlich. Bewertungen helfen bei der Wahl der richtigen Kontakte. Was die Plattform so besonders macht im Vergleich zu einem gewöhnlichen Radverleih? Die Vielfalt der angebotenen Räder. Klappräder reihen sich hier neben E-Bikes, Stadt- und Lastenräder. Für extravagante Ausfahrten findet sich ein Singlespeed mit Bambus-Rahmen oder ein Pedersen T-Modell.

Konkurrenzlos?

Nein, konkurrenzlos ist Upperbike nicht. „Fahrrad-Kontaktbörsen“ gibt es mit Velogistics (Lastenräder) oder Spinlister (Bike, Surf, Board) mehrere. Welches Angebot (oder Angebote) das Rennen macht, wird sich ähnlich wie bei Mitfahrbörsen erst zeigen. Die Nutzung von Upperbike ist übersichtlich und simpel – vielleicht der entscheidende Vorteil.

Foto ©  Upperbike

Entdecke die Welt von Bike Citizens > www.bikecitizens.net

christoph_(c)_alex_rauch_square
Dicke Walzen, schmale Reifen, bergauf, bergab - ist für alles zu begeistern, nur flach darf es nicht sein. Unbekehrbarer Fahrrad-Afficionado für den das Bike mehr ist als nur Mittel zum Zweck. Schreibt nieder, was andere nicht in Worte fassen können. Einer der Köpfe vom LINES Magazine.

Kommentar schreiben

Interessiert dich das Magazin?
Jetzt schmökern