Das urbane Fahrradmagazin

Einmal von Graz nach Lund, bitte

Mountainbiken, Rennrad fahren, Radwandern, Fahrradtour? Alles kein Problem. Wenn Julian (27) nicht gerade quer durch Europa radelt, widmet er sich dem Telematikstudium ‒ es sei denn, einer seiner Kumpels lädt ihn zu einer Runde Mountainbiken oder Rennradfahren ein. Für den selbsterklärten Ökofreak trägt Radfahren immerhin zu unser aller Lebensqualität bei.

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Foto: Julian/Johanna D.

Was magst du am Radfahren am meisten und wie viele Räder hast du?
Ich glaube, es ist die schnellste Möglichkeit, sich mit eigener Körperkraft fortzubewegen und das finde ich sehr cool am Radfahren. Ich habe vier Räder: ein Stadtrad, ein Tourenrad, ein Rennrad und ein Mountainbike, aber das Stadtrad hat gerade ein Freund von mir.

Wie oft fährst du Rad und wie viele Kilometer im Durchschnitt?
Das kommt auf die Jahreszeit an. In der Stadt sind es jeden Tag ca. fünf km und wenn es warm ist, dann sind es sicher mindestens 200-300 km zusätzlich pro Woche, denn da kommt mein Rennrad zum Einsatz. Mit dem Mountainbike bin ich auch unterwegs, aber da fährt man ja nur kürzere Strecken.

Was war die weiteste Fahrradtour, die du zurückgelegt hast?
Ich bin während meines Auslandsaufenthaltes mit drei schwedischen Freunden 1700 km von Graz nach Schweden gefahren. Wir waren mit den Tourenrädern und dem Zelt unterwegs und haben auf Campingplätzen übernachtet.

Wie ist die Radinfrastruktur in Graz?
Mittelmäßig. Es wird Rücksicht genommen auf Fahrradfahrer, aber ich finde die Infrastruktur nicht besonders gut. Da bin ich jetzt von Skandinavien verwöhnt, dort sind die Radspuren mindestens doppelt so breit und man hat das Gefühl, als Verkehrsteilnehmer wesentlich besser wahrgenommen und respektiert zu werden. In Graz hat man immer das Gefühl, dass die Lager total gespalten sind ‒ zwischen denen, die nur Rad fahren und denen, die nur Auto fahren. Jene, die beides machen und immer so ein bisschen die Seite wechseln, haben da vielleicht ein bisschen mehr Verständnis, aber sonst …

Deine Nachricht an die Autofahrer oder andere Radfahrer?
Man muss zwischen Auto- und Radfahrern ein bisschen die Spannung rausnehmen. Vor allem hier bei uns wird es manchmal sehr emotional. Und es ist ja so, dass Radfahrer zu einer besseren Lebensqualität beitragen: Jeder Radfahrer mehr auf der Straße bedeutet weniger Abgase und durch mehr körperliche Bewegung fördert man indirekt das Gesundheitssystem. Autofahren hat aber auch seine Berechtigung ‒ wenn man etwa Sachen transportieren muss.

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus?
Jede Menge Autos, die selbst in der Gegend rumfahren ‒ ohne Fahrer. Und jede Menge Radfahrer. Vielleicht kann man auf die Autos, die rumfahren, auch noch Räder draufpacken. Es wird ja wärmer, d.h. man kann übers Jahr gesehen länger Rad fahren und ich glaube, den Leuten wird bewusst, dass Radfahren einfach günstiger ist. Man sieht ja, dass die Radfahrer immer zahlreicher werden.

Welche nützliche Erfindung fürs Fahrrad fehlt deiner Meinung nach noch?
Der unplattbare Reifen, der wirklich unplattbare Reifen.

 

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