Das urbane Fahrradmagazin

Fahrrad defekt und keine Zeit? Die mobile Fahrradwerkstatt kommt zu dir

Das Fahrrad steht für Freiheit, Schnelligkeit und Flexibilität – damit kann es schnell vorbei sein, wenn es nicht einsatzbereit ist. Ein Berliner Unternehmen hat jetzt die Lösung und verhilft damit dem Fahrrad ein Stück weiter zum Verkehrsmittel für alle

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Zwei defekte Fahrräder und keine Möglichkeit sie in die Werkstatt zu bringen? Der mobile Fahrradservice kommt zu dir - egal wohin © Unsplash

Seit 2018 gibt es den mobilen Fahrradservice radsam. Mit Fahrrad plus Werkstattanhänger kommt Inhaber Samuel Huber direkt zu den Kundinnen und Kunden geradelt und kümmert sich um alle Fahrradtypen und -marken. „Auch deine alte Lieblings-Kiezmöhre bekommt, was sie verdient und braucht – und das ist garantiert kein schiefer Blick!“ so Samuel.

Die mobile Werkstatt ist mit einer ausgeklügelten Auswahl an Werkzeugen und Ersatzteilen ausgestattet, mit denen die meisten kleineren Reparaturen am Fahrrad schnell erledigt werden können. Auch speziellere Teile wie Reifen für Hollandräder kommen ins Gepäck, wenn das bei der Terminvereinbarung angemeldet wird.

Die Buchung ist ganz einfach. Anruf, E-Mail oder Chat-Nachricht reichen für eine Terminvereinbarung. Samuel und seine Kollegen kommen so schnell wie möglich vorbei. Die Preise unterscheiden sich dabei nicht von einer konventionellen Berliner Fahrradwerkstatt, lediglich die Anfahrtskosten kommen hinzu.

Das Fahrrad steht für Freiheit, Schnelligkeit und Flexibilität.
Damit kann es ganz schnell vorbei sein, wenn es nicht einsatzbereit ist.

Wenn die Werkstatt zu dir kommt – auch im Notfall! 
Nicht jeder kann oder will seinen Platten selbst reparieren, das Kettenblatt oder Kette tauschen, Bremsflüssigkeit nachfüllen… und so ziehen sich kleine Reparaturen oft über Wochen. Morgens ist man wieder zu spät dran, um noch bei der Werkstatt halt zu machen und abends hat man es doch wieder nicht früh genug aus dem Büro geschafft.

Hier schaffen Samuel und seine Kollegen Abhilfe: Während man im Büro sitzt oder sich mit Freunden im Café verabredet kümmert sie sich draußen vor der Tür um das defekte Fahrrad. Wer mag, kann natürlich auch bei der Reparatur zuschauen. Schnell, flexibel und ohne Anfahrt oder lange Wartezeiten im Radladen ist das Fahrrad wieder hergestellt. Sollte das Fahrrad mitten auf deiner Strecke liegen blieben, bietet radsam Vor-Ort-Hilfe: „Notfälle unterwegs übernehme ich ebenfalls, wenn es den regulären Betrieb nicht aus der Bahn wirft. Besser ist, du sperrst dein defektes Rad an Ort und Stelle ab und wir vereinbaren einen Ort für die Schlüsselübergabe“.

 

Dein persönlicher Mechaniker
Samuel arbeitet mit drei mobilen und selbständigen Mechanikern zusammen: Im Südwesten Berlins ist das Urgestein Norbert mit der Radambulanz unterwegs. Er macht den Job seit über 15 Jahren! Um den Nordwesten kümmert sich Sven mit like your bike und den “fernen Osten” deckt Peter mit old george ab (Rüdersdorf/Erkner). Und Radsam, also Samuel, konzentriert sich auf das “nahe östliche Berlin”. Auf diese Weise können die Anfahrten selbst in einer großen Stadt wie Berlin relativ kurz, also um die 10-20 km für eine Strecke,  gehalten werden.

Das Fahrrad auf dem Weg zum Verkehrsmittel für alle
Samuels Ziel ist es, mit dem mobilen Fahrradservice das Fahrradfahren noch attraktiver und bequemer zu machen: Wenn das Fahrrad (wieder) ein Verkehrsmittel werden soll, braucht es die entsprechende Infrastruktur. Neben Fahrradwegen und Abstellplätzen gehören auch Dienstleistungen rund ums Fahrrad dazu. Denn während für Autofahrende ein dichtes Netz an Tankstellen, Werkstätten und Pannendienstenselbstverständlich ist, sind Fahrradfahrende bei Problemen auf sich allein gestellt. Mobile Dienstleistungen sind also die Zukunft. Das hat auch der ADFC – Allgemein Deutscher Fahrrad Club erkannt. Bereits seit 2016 bietet Deutschlands größter Verein rund ums Fahrrad all seinen Mitgliedern einen deutschlandweiten, kostenlosen Pannendienst. Und radsam ist natürlich Partner!

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Kommentare
  • Bebbi

    1) Warum werden die gesparten Kosten für ein Ladenlokal nicht anteilig von den Kosten abgezogen? Es reicht ja ein billiges Lager irgendwo? 2) Ich tu mit schwer damit, es gut zu finden, wenn die Mitarbeiter als Selbstständige firmen müssen. Mitarbeiter*innen gehören fest angestellt. 3) wann erklärt der ADFC eigentlich mal, wie der Pannendienst wirklich funktioniert? Man brauch den weniger in Berlin Mitte als Abends in Ostfriesland zwischen Emden und Esens oder sonntags morgens irgendwo zwischen Donaueschingen und Lörrach. Da schwurbelt der nur rum. Vermutlich läuft es darauf hinaus, dass ein Taxi irgendwo vor einem Fahrradladen absetzt, der dann leider erst wieder Dienstag auf hat und nicht mehr SA Nachmittag.

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    • Samuel
      Hallo Bebbi, Danke für deine Nachfragen, gerne antworte ich dir im Folgenden: Zu 1) Die Preise für die mobilen Reparaturarbeiten liegen eher im unteren Bereich von dem, was bei Fahrradläden üblich ist. Die Preise sind deshalb nicht noch tiefer, weil die Anfahrt (und Rückfahrt) günstig kalkuliert ist. Neben der reinen Fahrzeit kommt noch Zeit für das (nicht immer sofortige) Aufeinandertreffen mit den Kundinnen und Kunden sowie díe (kurze) Einrichtung der mobilen Werkstatt. Für den Service Zuhause und die gute Arbeit (die ich im eigenen Interesse versuche stets abzuliefern, um z.B. Extrafahrten für Reklamationen zu vermeiden) halte ich die Preise für angemessen. Gerne kannst du einmal vergleichen, welche Preise andere mobile Dienstleister verlangen. Zu 2) Im Text beschrieben sind vier unabhängige, selbstständige Einzelunternehmer, die mobile Fahrraddienstleistungen anbieten. Wir vier kollaborieren miteinander und bedienen unterschiedliche Bereiche der Stadt. Keiner von uns würde die anderen anstellen wollen oder von einem von uns angestellt werden wollen. Wir sind selbstständig aus freien Stücken und aus Überzeugung. Mir persönlich z.B. gefällt es einfach sehr, wie unabhängig und selbstbestimmt ich so arbeiten kann. Möglicherweise sind die im Text verwendeten Formulierungen an der einen oder anderen Stelle etwas mißverständlich. Zu 3) Soweit ich informiert bin wird der ADFC Pannendienst von einem Versicherungsunternehmen koordiniert. Fahrradläden oder mobile Fahrradwerkstätten können sich dort anmelden und werden angerufen, sobald es im Umkreis einen Pannenfall gibt. Sicherlich wird die Abdeckung mit Partnern in Städten besser sein als auf dem Land. Mein Eindruck ist, dass es noch nicht allzu viele Partner gibt. Ich vermute es ist nicht einfach Fahrradläden dazu zu motivieren hier mitzumachen, da es für einen ladenzentrierten Betrieb relativ viel organisatorischer Aufwand ist kurzfristig mobil unterwegs zu sein. Was ich schon in Blogs gelesen habe ist, dass Fahrradfahrer von einem regulären (PKW) Abschleppunternehmen mit entsprechend großem Fahrzeug abgeholt wurden, einfach weil es kein Fahrradgeschäft gab, das es machen konnte oder wollte. Zumindest derzeit ist der Service vom ADFC also noch nicht auf dem Niveau des ADACs. Ich fände es toll, wenn es eines Tages so wäre! Viele Grüße Samuel (der von radsam)
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